Seminare

HYDROMORPHOLOGISCHES SEMINAR 

 

Bericht über das Hydromorphologie-Seminar des Projekts NEYMO-NW, das im Rahmen des polnisch-sächsischen INTERREG-Programms 2014-2020 durchgeführt wurde. 

 

Am 24.02.2021 fand ein Online-Seminar zum Thema Hydromorphologie statt. Bei dem Seminar stellten die Organisatoren die Ziele des NEYMO-NW-Projekts vor, d.h.: Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Behörden und der lokalen Bevölkerung zur Optimierung und Verbesserung des Schutzes von Wasserressourcen für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie im grenzübergreifenden Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße unter besonderer Berücksichtigung von Niedrigwasser und Schaffung des ökologischen Bewusstseins bei den Grenzbewohnern. 

Während des Seminars wurden sechs Präsentationen gehalten. Das Hauptthema des Seminars war die hydromorphologische Bewertung und die Bedeutung der Renaturierung von Wasserläufen. Herr M. Adynkiewicz-Piragas (IMGW-PIB) hat die Ziele und die Bedeutung der Hydromorphologie im NYEMO-NW Projekt vorgestellt. Im nächsten Vortrag hat Herr Simon Henneberg (MLUL Brandenburg) Arbeiten zur Strategie der Verbesserung der Durchgängigkeit der Fließgewässer im Odereinzugsgebiet, einschließlich des Lausitzer Neißeeinzugsgebietes, vorgestellt. Er verwies auf Fischarten und bestehende Barrieren, die sie daran hindern, sich frei zu bewegen. Im nächsten Vortrag präsentierte Frau Iwona Lejcuś (IMGW-PIB) aktuelle Ergebnisse der hydromorphologischen Bewertung der Lausitzer Neiße und das angewendete Verfahren zur hydromorphologischen Bewertung in Polen. Im folgenden Vortrag zeigte Anika Albrecht (LfULG) / Anke Würsig (uWB Görlitz) anhand der Erfahrungen der uWB Görlitz, wie die Umsetzung der WRRL-Maßnahmen im Oberflächenwasserkörper Kemnitzbach voranschritt. Es wurde auf die Umsetzung von Maßnahmen innerhalb des Flussbettes (Verbesserung der Struktur des Kemnitzbaches) und die Notwendigkeit der Reduzierung der Verschmutzung durch die Landwirtschaft hingewiesen. Der Vortrag von Phillipp Krause (LEAG) zeigte den gesamten Prozess der Umverlegung des Weißen Schöps – von der Planung, Konsultation der Öffentlichkeit, der Umsetzung und dem Endergebnis in Form eines wiederhergestellten Wasserlaufs (der Rückführung eines Fließgewässers in den naturnahen Zustand). Der letzte Vortrag wurde von Herrn Michał Mazurek gehalten, der Informationen über die Lebensraumansprüche ausgewählter wertvoller Arten, die in der Lausitzer Neiße vorkommen, lieferte. 

Das Seminar endete mit einer Diskussion und einem Fazit. Es wurde festgestellt, dass es zahlreiche Herausforderungen gibt, um Wasserressourcen unter einem sich ändernden Klima nachhaltig zu bewirtschaften. Die geplanten Maßnahmen sollten auch solche beinhalten, die die hydromorphologische Struktur verbessern. Elemente, die mit der Hydromorphologie zusammenhängen, beeinflussen die Qualität der Lebensräume in Wasserläufen erheblich. In Anbetracht des beobachteten Klimawandels und der zunehmenden Häufigkeit von Dürren und Niedrigwasser ist das Thema wichtig und erfordert gut durchdachte Maßnahmen, um ähnliche Situationen in Zukunft zu bewältigen und die negativen Auswirkungen auf Wasserorganismen zu minimieren.  

Am Seminar haben 33 Personen teilgenommen. 

Bericht: Dr I. Lejcuś IMGW-PIB