Internetportale über Dürre

 Europäische Dürreüberwachung (European Drought Observatory – EDO)

http://edo.jrc.ec.europa.eu

Die Europäische Dürreüberwachung (EDO – European Drought Observatory) wurde durch „Institute for Environment and Sustainability” (IES) am Joint Research Centre (JRC) entwickelt. EDO ist ein Teil des Programms Copernicus (Copernicus Emergency Management Service). EDO ist die europaweite Plattform für Informationen, Visualisierungen (Karten) und Analysen zum Thema Dürre.

Zu den Produkten, die in EDO zugänglich sind, gehören u.a.: Karten von Dürre-Indizes, die auf der Grundlage von unterschiedlichen Datenquellen erarbeitet wurden (Niederschlagsmessdaten, Satellitendaten, modellierte Bodenfeuchte), Diagramme mit dem Verlauf der Werte der Dürre-Indizes

und Berichte. Nutzer von EDO finden vielfältige Informationen zur Dürre, z. B. Charakteristik der Dürre, Dürre-Indizes sowie wissenschaftliche Publikationen und technische Berichte.

 

Regionales Klimainformationssystem für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (ReKIS)

http://www.rekis.org/

Meteorologische Daten (Messungen und Projektionen) für Sachsen werden auf dem Regionalen Klimainformationssystem (ReKIS) für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bereit gestellt. Diese Daten bilden auch die Basis für eine interaktive Klimakarte, die in Zusammenarbeit mit

dem Mitteldeutschen Rundfunk realisiert wurde. Auf der Karte kann in Gebiete hineingezoomt und die gewünschte Jahreszeit und die angezeigten Variablen (Temperatur, Niederschlag) gewählt werden. Durch Verschiebung des Punktes auf der Zeitachse kann für das gesamte Gebiet oder kleinere Ausschnitte die Entwicklung seit 1961 sowie die Klimaprojektionen bis 2100 angezeigt werden.

 

Dürremonitor Deutschland

https://www.ufz.de/index.php?de=37937

Der Dürremonitor Deutschland, betrieben vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) ist derzeit das einzige explizit auf Dürre ausgerichtete Monitoringsystem für die Region und ist auf die Beschreibung land- und forstwirtschaftlicher Dürre basieren auf Boden-bezogene Indikatoren (Bodenfeuchteindex, Pflanzenverfügbares Wasser) ausgerichtet. Dürre ist hier definiert als Abweichung der aktuellen Bodenfeuchte (in zwei Bodentiefen) vom langjährigen (1951-2015) Mittel für den jeweiligen Monat.

  

Bodenfeuchtemonitoring durch den Deutschen Wetterdienst (DWD)

https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte_dl/bodenfeuchtedl.html.

Bodenfeuchtedaten (als nutzbare Feldkapazität) werden ebenfalls vom Deutschen Wetterdienst (DWD) bereitgestellt. Sie werden für zwei verschiedene Bodenarten (schwerer bzw. leichter Boden angegeben.

 

Wasserstandsportal Sachsen

https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/hwims/portal/web/wasserstand-uebersicht

Hydrologische Daten für Sachsen und Niederschlagsdaten werden auf dem Portal des Landeshochwasserzentrums (LHWZ) des Freistaates Sachsen zur Verfügung gestellt. Die Plattform stellt aktuelle Daten und, für ausgewählte Pegel, Kurzzeit-Prognosen für Wasserstände und Abflüsse bereit. Zusätzlich werden für jeden Pegel bzw. Gewässerabschnitt wichtige Kennwerte angezeigt, z. B. der mittlere Niedrigwasserabfluss (MNQ). Im Falle von Q ≤ MNQ werden Niedrigwasserbedingungen farblich (braun) angezeigt. Aktuelle und historische Daten können auch heruntergeladen werden. Vom LfULG werden wöchentliche und monatliche hydrologische Berichte zum Download bereitgestellt:

https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/18150.htm.

Hydrologische Kennwerte, sowohl bezüglich Niedrigwasser als auch Hochwasser wurden für alle sächsischen Gewässer im Wasserhaushaltsportal zusammengestellt, welches in Bezug auf Durchflusskennwerte und Querbauwerke ausführlich in einer Publikation beschrieben wurde (LfULG 2019).

Die Durchflussdaten des sächsischen Wasserstandsportals werden ebenfalls auf dem deutschland-weiten Pegelportal bereit gestellt. Die genannten Informationsportale ergeben in ihrer Gesamtheit, ein umfassendes Bild über Trockenheit und Dürre in allen Aspekten (meteorologisch, landwirtschaftlich, hydrologisch). Auf dem Wasserportal Sachsen werden nicht nur quantitative, sondern auch qualitative wasserwirtschaftliche Aspekte behandelt, z. B. das umfangreiche Messprogramm zur Wassergüte, sowie Informationen zur Hydromorphologie (z. B. Querbauwerke), welche auch im Wasserhaushaltsportal implementiert sind. Eine umfassende Wasser- und Stoffhaushaltsmodellierung für ganz Sachsen, basierend auf einem detaillierten hydrologischen Modell, angetrieben durch regionale Klimaszenarien, wurde im Projekt KliWES durchgeführt (LfULG Schriftenreihe 8, 2016) und wird gegenwärtig fortgeschrieben (https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/8214.htm).

 

Informationsplattform der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

https://www.bafg.de/DE/05_Wissen/01_InfoSys/informationssysteme_node.html

Die BfG ist als wissenschaftliches Institut im Rang einer Bundesoberbehörde für Bundeswasserstraßen zuständig und kooperiert mit bzw. koordiniert die Arbeit der jeweiligen Landesbehörden. Auf der Plattform werden Informationen zum biologischen und chemischen Zustand von Wasserstraßen, dazu gehört auch das Flussgebiet Oder, bereitgestellt. Hydrologische Daten erscheinen unter anderem auf der Plattform Undine; weiterhin werden Informationen zu aktuellen Ereignissen bereit gestellt sowie Publikationen, z. B. zur hydrologischen Trockenheit 2018.

 

Integriertes Dürremonitoring in Tschechien – INTERSUCHO

https://www.intersucho.cz/en/

Das integrierte Dürremonitoring in Tschechien wurde um das Gebiet Mitteleuropas erweitert. Das System basiert auf den Produkten des Wasserhaushaltsmodells SoilClim, welches zur Abschätzung der potentiellen und aktuellen Evapotranspiration sowie zur Bewertung der Wassersättigung im Bodenprofil oder der Bodenfeuchte verwendet wird. Die Bodenfeuchte wird für die nächsten 1, 2, 4 und 8 Wochen prognostiziert. Die Ergebnisse werden u.a. in Form von Dürrekarten präsentiert. Das Modell SoilClim wird mit meteorologischen Daten sowie Daten über Bodennutzung, Bodenart und

Pflanzenbedeckung gespeist.

 

Website stopsuszy.imgw.pl

http://stopsuszy.imgw.pl/

Die Website stopsuszy.imgw.pl ist in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Meereswirtschaft und Binnenschifffahrt, PGW Wody Polskie und dem Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft – Nationales Forschungsinstitut (IMGW-PIB) entstanden. Die Website präsentiert aktuelle Karten der Wasserressourcen in Polen, Diagramme mit dem Bodenfeuchteindex, die räumliche Verteilung der täglichen Niederschlagssummen, Karten der Wasserstände der Flüsse und der aktuellen Evapotranspiration sowie meteorologische und hydrologische Prognosen und Warnungen. Die Messdaten und Ergebnisse der meteorologischen und hydrologischen Modelle werden von IMGW-PIB übermittelt.

 

System zur Überwachung der Landwirtschaftlichen Dürre (SMSR)

http://www.iung.pulawy.pl

Das System zur Überwachung der Landwirtschaftlichen Dürre (SMSR) wird durch das „Instytut Uprawy Nawożenia i Gleboznawstwa – Państwowy Instytut Badawczy“ (Institut für Pflanzenbau, Düngung und Bodenkunde – Nationales Forschungsinstitut – IUNG-PIB) im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung betrieben. SMSR integriert die meteorologischen Daten, die für die Berechnung der klimatischen Wasserbilanz (CWB) erforderlich sind, sowie Daten einer digitalen landwirtschaftlichen Bodenkarte, die die räumlichen Unterschiede der Wasserrückhaltung für verschiedene Bodentypen darstellen.

SMSR zeigt Ergebnisse von Gefahrenanalysen der landwirtschaftlichen Dürre für einzelne Arten von Nutzpflanzen und verschiedene Bodentypen für alle Gemeinden in Polen während der Vegetationsperiode. Die Ergebnisse der Analysen werden in Form von Karten, Tabellen und Berichten präsentiert, welche die Zeiträume von sechs Dekaden, angefangen vom 21. März enthalten.

 

Agrarwetterdienst des IMGW-PIB

https://agrometeo.imgw.pl/

Der Agrarwetterdienst von IMGW-PB (Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft – Nationales Forschungsinstitut) überwacht die meteorologische Dürre und die Bodentrockenheit auf der Grundlage von Satellitendaten. Die Informationen werden in Form von Karten und Diagrammen präsentiert. Auf den Karten ist die räumliche Verteilung der Bodenfeuchte in vier verschiedenen Tiefen (0-7 cm, 7-28 cm, 28-100 cm, mehr als 100 cm) und die Verteilung der aktuellen Evapotranspiration (d.h. tatsächliche Verdunstung aus den Pflanzen und der Bodenoberfläche) in unterschiedlichen Zeiträumen (Tagessummen, Dekadensummen und 30-Tage-Summen) dargestellt. Auf den Diagrammen werden Mittelwerte der Bodenfeuchte in der Wurzelzone für jeden Landkreis in Polen präsentiert.

 

Überwachung der landwirtschaftlichen Dürre

http://www.igik.edu.pl/pl/monitorowanie-suszy-rolniczej

Das Zentrum für Fernerkundung des Institutes für Geodäsie und Kartographie (Centrum Teledetekcji Instytutu Geodezji i Kartografii) überwacht die Bedingungen des Wachstums der Nutzpflanzen auf der Grundlage von Modellen, die mit den Satellitendaten NOAA AVHRR gespeist werden. Die Gebiete, die durch die landwirtschaftliche Dürre gefährdet sind, werden mithilfe des DISS-Indikators (Drought Identification Satelite System) identifiziert. Dieser Kennwert wird bestimmt durch den Verlauf des Niederschlags und der Lufttemperatur seit Beginn der Vegetationsperiode. Die Satelliten-basierten Indikatoren charakterisieren die Phänologie der Pflanzen und deren Wasserbedarf in verschiedenen Entwicklungsphasen; der Einfluss von Trockenheit auf die Ertragsminderung wird abgeschätzt. Das Monitoring erfolgt von der Aussaat im Herbst, über das Wachstum im Frühling bis zur Ernte.

 

Das Hydro Portal des IMGW-PIB

https://hydro.imgw.pl

Auch das polnische Pegelportal bietet die Möglichkeit, einzelne Pegel durch Anklicken zu betrachten. Die Detailansicht liefert die aktuellen Daten, den Trend und Durchflüsse

der letzten 4 Tage.

 

Grundwassermonitoring in Polen

https://www.pgi.gov.pl/psh/sluzba-hydrogeologiczna

In Polen wird die Funktion des Staatlichen Dienstes für Hydrogeologie durch das Nationale Institut für Geologie – Nationales Forschungsinstitut (Państwowy Instytut Geologiczny – Państwowy Instytut Badawczy (PIG-PIB)) ausgeübt. PIG-PIB führt die laufenden Analysen und Bewertungen der

hydrogeologischen Bedingungen durch, darunter die Ermittlung von Niedrigwasser-Situation und Prognosen zur Entwicklung des Grundwassers. Prognosen zum Grundwasserstand werden nach zwei

Szenarien berechnet:

  • meteorologische Bedingungen, die für die Wasserwirtschaft günstig sind (Niederschlagssummen höher als der Mittelwert),
  • meteorologische Bedingungen, die für die Wasserwirtschaft ungünstig sind (Niederschlagssummen niedriger als der Mittelwert).