NEYMO-NW Broschüren

Ziel dieses Berichts ist die Ergebnisdarstellung der hydromorphologischen Bewertung der Lausitzer Neiße im Abschnitt von Sieniawka / Zittau (Pegel Zittau 1) bis Przewóz / Podrosche (Pegel Podrosche 2).

 

Niedrigwasser und Mindestwasserabflüsse im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße – grenzüberschreitende Ansätz

Voraussetzung für eine abgestimmte Wasserbewirtschaftung, insbesondere unter Niedrigwasserbedingungen ist jedoch, sich zwischenstaatlich auf eine gemeinsame Betrachtungsweise von Niedrigwasserbedingungen zu einigen. Weiterhin müssen gemeinsame Bewirtschaftungsgrundsätze formuliert werden, die dann von den zuständigen Behörden umgesetzt werden müssen. Die Entwicklung eines gemeinsamen Ansatzes geschieht anhand folgender Fragen:

  1.  Wie werden Niedrigwasserbedingungen in Polen und Sachsen definiert?
  2.  Was lässt sich aus der wissenschaftlichen Literatur zu Niedrigwasserkennwerten und Mindestabflüssen für den behördlichen Vollzug ableiten?
  3.  Welche rechtlichen Grundlagen bestehen zum Umgang mit Niedrigwassersituationen und welche Institutionen sind beteiligt?
  4.  Wie werden die Auswirkungen von Niedrigwasserperioden in gegenwärtig gültigen Bewirtschaftungsplänen berücksichtigt?
  5.  Welche Schwellenwerte werden für den Handlungsbedarf in Niedrigwassersituationen festgelegt, auf deren Basis dann Maßnahmen zur Verminderung der Auswirkungen ergriffen werden?
  6.  Welche Maßnahmen sind das und wie und von wem werden sie kommuniziert und durchgesetzt?
  7.  Wie werden verschiedene Wassernutzungen derzeit priorisiert?
  8.  Wie werden die gesetzlich geregelten Mindestwasserabflüsse ermittelt und festgelegt?
  9.  Wie verhalten sich die auf deutscher und polnischer Seite festgelegten Mindestwasserabflüsse zueinander und im Vergleich zu Niedrigwasserkennwerten?

In der Broschüre sollen die genannten Fragen beantwortet werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die jeweiligen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Sachsen und Polen gelegt. Aus den Informationen, die zur Beantwortung dieser Fragen gesammelt wurden, wird im letzten Kapitel dieses Berichts ein erster Entwurf für eine gemeinsame Betrachtungsweise von Niedrigwasser und Mindestwasserabflüssen entwickelt.

 

Bewertung von Trockenheit und Dürre und ihrer Konsequenzen im Gebiet der Lausitzer Neiße

 

In diesem Bericht geht es zunächst um eine Definition von Trockenheit und ihren wesentlichen Aspekten und Auswirkungen sowie der Vorstellung von Methoden zur Identifizierung und Bewertung dieses Phänomens. Vorhandene Monitoringsysteme in Bezug auf Trockenheit werden vorgestellt. Weitere Kapitel beschreiben die Trockenperioden im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße bezogen auf den Zeitraum 1981-2010 (Vergleichsperiode), auf deren Basis eine Bewertung der Trockenheit 2018- 2019 und ihrer Auswirkungen erfolgt. Dabei werden Auswirkungen auf ausgewählte ökonomische Sektoren (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserkraft), auf Gemeinden (Wasserversorgung) und auf Ökosysteme berücksichtigt.

 

Umfrage Ergebnisbericht

 

Zusammenfassung der Ergebnisse der Umfragen

Hauptziel der Befragung der Einwohner war es, die Meinung der Öffentlichkeit zu den Themen zu erfahren, die mit dem Klimawandel, den Dürreereignissen und Wasserressourcen verbunden sind.

Die Projektpartner haben eine gemeinsame Umfrage erarbeitet. Danach in dem Zeitraum vom 09.2019 bis zum 02.2020 wurde eine Befragung mit der Methode des direkten Interviews durchgeführt. Man hat 178 ausgefüllte Fragebögen erhalten, die sowohl in Hinsicht auf die Struktur der Stichprobe als auch die Auswertung der Ergebnisse analysiert wurden. Die Fragebögen wurden vor allem durch die Personen ausgefüllt, die in den Städten wohnen (56% der Befragten, ländliche Gebiete 42%), die hauptsächlich in der betreffenden Region seit zumindest über 10 Jahren wohnen (68% der Befragten). Es zeugt von der ähnlichen Repräsentativität der Vertreter der Städte und der Dörfer in der Befragung. In Hinsicht auf das Alter der Personen, die den Fragebogen ausfüllen, kann man ein großes Engagement der Altersgruppe in dem arbeitsfähigen Alter (74%) und in dem postproduktiven Alter (21%) positiv bewerten, die den größten Anteil an der Altersstruktur der Bevölkerung darstellen. Ein solcher Anteil von diesen zwei Altersgruppen ermöglicht eine reale, auf der Lebenserfahrung basierende Bewertung der angesprochenen Problematik. Dank der Verbreitung der Umfrage in der Förderregion (im Einzugsgebiet der Lausitzer Neiße) hat man die Hauptzielgruppen und die Zielregion erreicht und den aktuellen Wissensstand über die Dürreereignisse und ihre Folgen in dem analysierten Gebiet eingeschätzt.

Der Themenbereich, der in der Umfrage angesprochen wurde, bezieht sich auf den Klimawandel, die Dürreereignisse und ihre Folgen. Die Umfrage enthält 13 Fragen, sowohl Single-Choice-Fragen als auch Multiple-Choice-Fragen, sowie offene Fragen (es gab die Möglichkeit, aber keine Notwendigkeit, sie zu beantworten). Folgende Themengebiete wurden abgefragt:

  • Wahrnehmung der Auswirkungen des Klimawandels einschließlich der Dürre im Projektgebiet des INTERREG-Kooperationsprogramms Polen-Sachsen 2014-2020;
  • Kenntnisse über Wasserressourcen,
  • Kenntnisse über Institutionen, die für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen (und für Aktivitäten zur Minderung der Dürrefolgen) zuständig sind,
  • Kenntnisse und Meinungen über die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung (Entschädigung) für Verluste infolge extremer Ereignisse,
  • Bewertung von Maßnahmen zur Minderung potenzieller Wasserknappheit.

Bezug nehmend auf diese Themen sind nachfolgend einige ausgewählte Elemente dargestellt. In dem ersten Aspekt (d.h. Wahrnehmung der Folgen des Klimawandels) haben die meisten Einwohner des Fördergebietes über die Dürreereignisse gehört und sie identifizieren ihre Folgen in der Region.

Als Quellen der Information über die Dürre haben die Einwohner am häufigsten die Medien, Internet und persönliche Erfahrungen (Ernteverluste, kein Wasser in den Brunnen, Bächen, hohe Lebensmittelpreise, vertrocknete Bäume) genannt. Deshalb kann das Projekt NEYMO-NW mit dem zu entwickelnden Grenzüberschreitenden Virtuellen Zentrum für Informationen über die Wasserressourcen eine bedeutende zusätzliche Informationsquelle darstellen. Umso mehr, dass in beiden Ländern immer noch Einwohner gibt, die einen Bedarf an Information und Bildung im Bereich der Dürre und ihrer Folgen haben.

 

Wir bedanken uns bei den Befragten, die die Fragebögen ausgefüllt haben. Machen Sie sich mit der Publikation vertraut.

 

TROCKENHEIT UND DÜRRE IM GEBIET DER LAUSITZER NEIßE